Happy Birthday Monopoly

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Monopoly Classic ( Bild von Hasbro)

(Anzeige) Diese Woche feiert das legendäre Spiel Monopoly seinen 83. Geburtstag.

Schon als kleines Kind liebte ich dieses Spiel. Dabei spielten in erster Linie nicht die Spielregeln die Rolle, welche mich begeisterte, sondern das fröhliche Miteinander während des Spielens. Dies ist bis heute so geblieben.

Doch, was macht Monopoly so legendär?

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Eine Frau mit eigenem Kopf

Elizabeth Magie (Lizzie), erfand kurz nach der Wende des 20. Jahrhunderts das Spiel The Landlord’s Game und lies sich dieses im Jahr 1904 (erneuert 1924) patentieren. Dennoch galt lange Charles Darrow als der Urheber des Spieles. Logisch, hatten Frauen damals noch kaum Rechte. Dieser verkaufte das Spiel an die Parker Brothers. Jegliche Versuche ihrerseits, mit Darrow in Kontakt zu treten, scheiterten. Erst Jahrzehnte später kam die vollständige Geschichte an die Öffentlichkeit.

Wer war Elisabeth Magie?

Elisabeth Magie war überzeugte Verfechterin des Georgismus. Diese nach Henry George benannte wirtschaftliche Philosophie vertritt die Ansicht, Privatbesitz sei das Ergebnis menschlicher Arbeit und Schaffens. Jedoch gehören alle natürlichen Ressourcen, wie Land, der gesamten Menschheit.

Bewegt von diesen Einflüssen und Denkweisen, wollte sie dies den Menschen in einem Spiel nahe bringen. Der Wohlstand der in ihren Augen faulen Grundbesitzer führte nach ihrer Auffassung zur Armut der restlichen Bevölkerung.

Letztendlich war die Erfindung des Spieles eine kleine Durchsetzung ihres Traumes, wie die Welt nach der Auffassung dieser philosophischen Anhänger zu sein hat.

Lizzy erfand zwei Varianten des Spiels. In der weniger bekannten Version nahm sie die von Henry George vorgeschlagene „single tax“ mit dazu. Jeder Spieler konnte immer mehr erwirtschaften, denn Grundbesitzrechte existierten nicht mehr. Letztendlich setzte sich aber die zweite Variante bis heute durch. Der Spieler mit dem meisten Guthaben und Grundstücken, ein „Monopolist“, gewinnt am Schluss alles.

Monopoly aus den 1960-er jahren von Karin Ehresman www.schlememerli.den

Obwohl Magie alles versuchte um die Parker Brothers von ihrem Spiel zu überzeugen, lehnten diese im Jahr 1909 das Spiel ‚Landlord’s Game‘ ab. Es schien ihnen zu politisch.

Elisabeth versuchte es noch in eigener Sache, scheiterte aber an dem Versuch, das Spiel in ihrer Version bekannt zu machen.

Auch der Einsatz mit einigen Freunden und Anhängern des Georgismus, das Spiel bekannt zu machen, blieb erfolglos. Dennoch stellte Lizzy mit deren Hilfe das Spiel in Vorlesungen vor und verwendete es als Lehrmaterial unter Schülern. Wenn das Spiel heute auch kaum noch mit der ersten Version vergleichbar ist, blieben das „Gemeinschaftsfeld“ und die „Gemeinschaftskarte“ bis heute erhalten. Engl. Community Chest, benannt nach einer damaligen karitativen Einrichtung.

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In den folgenden Jahren wurde das Spiel jedoch immer weiterentwickelt.

Daniel Layman, ein ehemaliger Schüler, änderte es etwas ab, nannte es The Game of Finance, und begann mit der Vermarktung. Als jedoch 1929 die Börsen einbrachen, war es auch mit seinem Erfolg vorüber.

Eine weitere Frau bewegt „das Spiel“

Die Quäkerin Ruth Hoskins nahm das Spiel nach Atlantic City mit und gab ihm den Namen Altlatic City Board. Bis heute sind die Straßennamen aus Atlantic City die in der US-amerikanischen Version üblichen.

In Philadelphia zeigte der mit Hoskins befreundete Hotelmanager Charles Todd das Spiel seiner Nachbarin Esther Darrow. Die Todds und die Darrows wurden ein eng zusammenwirkendes Monopoly-Team und entwickelten das Spiel weiter.

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Amerikanische Version von der deutsch/amerikanischen Autorin M. J. Hauk

Im Jahr 1930 beschäftigte sich dann Charles Darrow, der zu dieser Zeit arbeitslos war, alleine mit dem Spiel. Durch seine Arbeit setzte er sich scharfen Kritiken aus, denn es wurde die Meinung vertreten, sowohl Magie als auch Hoskins seien die Schaffer des Spieles.

Der Durchbruch für Darrow

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Diese Variante wurde dem Original aus den 1930- Jahren originalgetreu nachgebildet

1933 ließ Darrow daraufhin seine Urheberrechte schützen. Er verkaufte dieses Spiel mittlerweile mit mässigem Erfolg. 1934 versuchte er dann, das Spiel als Gesamtes zu verkaufen und wurde abgewiesen. Sogar die Manager von Parker Brothers zeigten zu diesem Zeitpunkt noch kein Interesse. Ihnen war das Spiel zu fehlerhaft und langwierig in der Spieldauer.

Doch Darrow gab nicht auf und versuchte sein Glück in Kaufhäusern. Mit durchschlagendem Erfolg, denn Parker Brothers wurden endlich auf ihn aufmerksam. Er ließ das Spiel patentieren und erfreute sich in den folgenden Jahren eines starken Umsatzes. Er kaufte jegliche Rechte an den Spielen von Elisabeth Magie und den anderen Mitwirkenden ab und wurde zum ersten Millionär der Spielgeschichte.

Sowohl der Erfolg als auch die heutigen Spielregeln entsprechen fast dem absoluten Gegegenteil des ersten Plans von Elisabeth Magie.

Monopoly-80-Jahre (Bild von Hasbro)
Monopoly-80-Jahre (Bild von Hasbro)

Bis heute ist das Spiel ein weltbekannter Klassiker. Es ist in 114 Ländern und 47 Sprachen erhältlich.

1939 In den USA- Gentlemen spielen beim Sonnenbaden Monopoly

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Die Generation unserer Großmütter erfreut sich über den Frieden beim Kaffeeklatsch und Monopoly

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Ziggarre – Pfeife – Whiskey – Monopoly

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In den 1980er Jahren gehörte es zum „COOLSEIN“ dazu

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Meine Kinder beim Spielen 2018

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Meine Kinder an einem tristen Märztag

Ein paar Fakten über Monopoly

*Gut eine Milliarde Menschen haben schon Monopoly gespielt

*Insgesamt können die bis zu 8 Spieler 32 Häuser und 12 Hotels bauen. Dabei erwirtschaften sie im besten Fall 20.580 Monopoly Dollar ( in der US-Version)

*Im Originalspiel gab es 10 Metallfiguren: Laterne, Rennauto, Fingerhut, Zylinder, Schuh, Bügeleisen, Schiff, Kanone, Schaukelpferd und Geldbeutel.

*Es gibt verschiedene lizenzierte Editionen. Die erste Edition gab es für London.

*Angeblich wurde Jonny Depp durch ein Spiel mit Nikolas Cage berühmt. Er stellte ihn für den Gewinn einem Agenten vor.

*Nur in Deutschland gibt es fiktive Straßennamen.

*Statistisch gesehen ist die Chance am grössten in das „Gefängnis“ zu wandern, den „Opernplatz“ zu besuchen oder auf „Los“ zu treffen.

*Das erste Spiel kostete zwei Dollar und die teuerste Monopoly-Version kostete zwei Millionen Dollar.

*Es gibt zahlreiche Varianten des Klassikers. Diese stelle ich nach und nach in der Monopoly Galerie vor. Ich freue mich über jedes Bild, dass mir dafür zur Verfügung gestellt wird.

Auf www.welt-monopoly-tag.de gibt es anlässlich des Geburtstages ein Gewinnspiel. Der Initiator ist Hasbro. Ich stehe in keiner Verbindung mit dem Gewinnspiel und weise lediglich darauf hin!

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Dieser Artikel ist in eigener Regie entstanden. Die Bilder wurden mir freundlicherweise von Hasbro und von Lesern meines Blogs für den Monopoly Artikel und die Monopoly Galerie zur Verfügung gestellt. Die anderen Bilder habe ich von Gettyimages.de

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