Veranstaltungs Tipp – Vernissage

Marc Chagall – Bilder zur Bibel –  Original-Farblithographien

 

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Von meiner Kindheit an hat mich die Bibel mit Visionen über die Welt erfüllt. In Zeiten des Zweifels haben ihre Größe und dichterische Weisheit mich getröstet. Die
Bibel ist wie ein Nachklang der Natur, und ich habe danach gestrebt, dieses Geheimnis weiterzugeben.“
Marc Chagall
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Vom 24.Februar bis zum 11. März 2018 findet in Schifferstadt eine Ausstellung des berühmten Malers Marc Chagall statt. (Alle Termine im Detail erscheinen am Schluss des Artikels)
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Doch wer war dieser wunderbare Künstler?

                                                                                                                                                               Marc Chagall wurde am 07.07.1887 in Witebsk  (Weißrussland) als Erstgeborener von 9 Kindern unter dem Namen Moishe Segal geboren. „Marc Chagal“ ist die Übersetzung welche er als Künstlername verwendet hat. Chagall wurde vom jüdischen Maler Jehuda Pen in der Malkunst unterrichtet. Im Jahr 1908 zog der nun Anfang 20-Jährige nach St. Petersburg, um Schüler des berühmten Malers, Bühnenbildner und Kostümdesigner Leo Baks zu werden und malte dort sein erstes berühmtes Bild „Der Tote“.
Im Jahr 1910 zog es ihn dank eines Stipendiums nach Paris. Dort in der Stadt der Künstler richtete er sich ein Atelier ein. In seiner Pariser Zeit lernte er viele andere Künstler kennen. Mit einigen von ihnen pflegte er eine tiefe Freundschaft. Außerdem war er fasziniert von den Werken des Henri Matisse und anderen Künstlern wie  Paul Gauguin, Pablo Picasso und Vincent van Gogh.
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Schon in den Jahren 1911 und 1912 wurden seine ersten Bilder ausgestellt und Marc veranstaltete bald darauf seine erste Vernissage in der Berliner Galerie Sturm.
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Chagall – Familie, Kunst und Kriege

Im Jahr 1914 zog Chagall zurück in seine Heimat und heiratete Bella Rosenfeld. Beide bekamen 1916 eine kleine Tochter namens Ida (Bild). Da zur Zeit des 1. Weltkrieges die Grenzen geschlossen waren, lebte er nun einige Zeit in Russland und veranstaltete dort mehrere Ausstellungen.
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Er beteiligte sich an der ersten offiziellen Ausstellung der Revolutionskunst in Petrograd. Auch gründete er im Jahr 1918 eine moderne Kunstschule. Dort arbeitete er mit den  berühmten Künstlern El Lissitzky und Kasimir Malewitsch zusammen. Da er mit Malewitsch eine Auseinandersetztung hatte, verließ  er 1920 die Akademie und geriet in Folge dessen mit seiner Familie in finanzielle Not. Dies führte dazu, dass er 1922 Russland entgültig den Rücken zukehrte.
Er reiste daraufhin in den 30-er Jahren durch Europa und organisierte in der Kunsthalle Basel eine Retrospektive zu seinen Werken.

Aufgrund des Ausbruchs des 2.Weltkrieges emigrierte Chagall mit seiner Familie in die USA.

In Deutschland wurden seine Bilder entweder verbrannt oder als „entartete Kunst“ beschlagnahmt. 1944 starb seine Frau im Exil. Ein weiterer harter Einschnitt in seinem Leben. Er widmete sich nun noch verstärkter der Kunst, welche ihm großen Trost gespendet hatte, da er hierbei viel verarbeitete.

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Nach dem Kriegsende

Nach dem zweiten Weltkrieg  ist Chagall wieder nach Frankreich gezogen und ließ sich dort entgültig nieder. Es folgten Reisen um die Welt, um verschiedenen Ausstellungen beizuwohnen. Chagall wurde zu einem berühmten und geschätzten Künstler.

Neben seinen Kunstwerken schuf er Bühnenbilder und Kostüme für Ballette, Plastiken aus Keramik und arbeitete als Glasmaler. Ganz bekannt sind von ihm Fenster in Kirchen und anderen Gebäuden.

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Im Jahr 1952 heiratete er zum zweiten Mal, die Russin Walentina Brodsky kurz Vava genannt.

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Sie erschlossen gemeinsam die Welt der Kunst und Chagall wurde mit vielen Ehrungen und Preisen gekrönt. Am 28.03.1985 starb er dann friedlich in Saint Paul, Frankreich. Ein starker Mann mit einem langen, ereignisreichen Leben hinterlässt uns wertvolle Kunstwerke voller Ausdruck.

 

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Zur Ausstellung in Schifferstadt

Neben der biblischen Lebensorientierung in der Kindheit nahm ein Ereignis massiven Einfluss auf Chagalls Beziehung zur Bibel:
Die Zeit seines Exils während des Dritten Reiches. Wie zahlreiche andere jüdische Künstler war auch Chagall gezwungen, Europa zu verlassen und in den USA Zuflucht zu suchen. 1943 erfuhr er im Exil, dass Witebsk und Wilna, das Jerusalem des Nordens, wie viele andere ostjüdische Städte ausgelöscht worden waren; dass Freunde, Familienangehörige und Bekannte unter entsetzlichen Qualen ausgerottet worden und dass nahezu das gesamte Ostjudentum vernichtet worden war. Nach einigen Jahren der Betäubung kehrte Chagall nach Europa zurück mit der Vision, die Bibel zu malen. Er war überzeugt, dass so viel Grausamkeit nur von Menschen begangen werden konnte, die Bibel nicht kannten, die nicht mit ihr aufgewachsen sind. Hätte jeder mit dem Nächsten und dem Fremden, den Tieren und der Natur umzugehen gelernt, so hätte ein Mensch den anderen nicht solche Abscheulichkeiten zufügen können. Aus diesen Überlegungen heraus ergab sich für Marc Chagall die Aufgabe, Menschen unserer Zeit, die eher über das Visuelle einen Zugang zur Bibel finden, Hilfen zu geben, die Bibel vom Bild her zu entdecken.
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Termine zur Ausstellung in Schifferstadt unter der Schirmherrin
Ilona Volk, Bürgermeisterin von Schifferstadt
Ort der Ausstellung ist das
Pfarrzentrum St. Jakobus
Kirchenstraße 16, Schifferstadt
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Öffnungszeiten:
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Täglich
vom 25. Februar bis 10. März
15:00 bis 19:00
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Freitag, 09. März
15:00 bis 18:30
Führungen:
Täglich während Öffnungszeiten
Für Gruppen nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten
unter 06235-81512 oder 0171-2731984
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Der Eintritt ist frei

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Möglichkeit zu einer Spende
Weitere Informationen siehe http://www.efg-schifferstadt.de

Besondere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

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Vernissage

Samstag, 24. Februar 2018, 17:00
Grußwort
Einführung Marc Chagall und seine
Bilder zur Bibel: Hans Erhard Wilms
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Jugendabende

Donnerstag, 01. und 08. März, jeweils 19:00
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Kindernachmittag

Freitag, 02. März, 15:00
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Gottesdienste

Sonntag, 25. Februar, 15:00
Chagall malt die Schöpfung
Gottes Geschenk
Hans-Erhard Wilms, Baptisten
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Sonntag, 04. März, 15:00
Jeremias Klage
Höhen und Tiefen eines Propheten
Pfarrer Dr. Georg Müller
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Konzert, 09. März:
Gustav- Adolf- Kirche
Lillengasse 99, Schifferstadt
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Sonntag, 11. März, 15:00
Engel
Pfarrerin Barbara Abel
Pohlack
Klezmer
Konzert
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Freitag, 09. März, 20:00
Vot ken ju makh? es is Americe
Ensemble Maseltov, Freudenstadt
Eintritt: 7,00 €, Schüler + Studenten: 5,00
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Veranstalter:

Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Schifferstadt

Katholische Kirchengemeinde Schifferstadt

Protestantische Kirchengemeinde Schifferstadt

Neuapostolische Gemeinde Schifferstadt

Mit Unterstützung der Stadt im Rahmen

1150 Jahre Schifferstadt

Herzlicher Dank gilt den  Sponsoren der Ausstellung. Kunst Buch Galerie Traudisch-Schröter.

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