Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz

Es gibt Momente im Leben, die verändern einen Menschen völlig. In der Regel hatten solche Momente schon eine Vorgeschichte, wie bei mir.

Schon als Kind hatte ich den Traum und Wunsch verspürt, mit der Kirche in die Mission, sprich Entwicklungshilfe zu gehen. Vieles aus meiner eigenen Geschichte hat dazu beigetragen und der christliche Glaube spielte schon früh eine große Rolle in meinem Leben.

Ich steuerte dieses Ziel mit knapp 20 an, lernte dann aber meinen Mann kennen und lieben. Den Mann meines Leben, mit dem ich seither verheiratet bin und drei wundervolle Kinder bekommen habe. Ich blieb somit in Deutschland. Eine Weile hat mich der Wunsch zu helfen noch begleitet. Ich engagierte mich hier vor Ort und dies erfüllte mich.

Dann war er da, der Alltag und mit ihm der Glamour und die Freude am Konsum. Schöne Kleider, Schmuck und viele anderen Dinge begeisterten mich. Ich liebe es, mich mit schöne Dingen zu umgeben und viel zu unternehmen. Ja, und mich mit all dem auch intensiv zu beschäftigen. Prinzipiell ist dies auch völlig in Ordnung, wenn es nicht zu einer Art Götze wird. Wenn der Blick nach Außen nicht verschwimmt und somit eine Selbstverständlichkeit dabei entsteht, welche die Dankbarkeit darüber immer kleiner werden lässt.

Während in anderen Teilen der Welt Menschen verhungern, Kinder in die Prostitution verkauft werden und viele schlimme Dinge passieren, die wir uns hier gar nicht vorstellen können, beschäftigen wir uns oft mit so unnötigen Dingen.

Da, wo Dein Schatz ist, ist auch Dein Herz, Dani“ pflegte mir meine Oma immer wieder zu sagen. Ein Spruch aus der Bibel, so treffend klar.

Manchmal braucht es einen Menschen, um die Welt zu verändern

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Viele von uns sind auf Instagram vertreten. Dort liken wir tagein, tagaus Bilder und Erlebnisse von anderen Usern und Bloggern. Schnell haben sich Vorbilder herauskristallisiert, die somit immensen Einfluss auf unser Tun haben. Bewusst oder unbewusst,  jeder ist davon mehr oder weniger betroffen.

Im Sommer schon berührte mich die Reise von Nina Schwichtenberg von Fashioncarpet nach Südafrika. Sie unterstützte den Bau einer Schule für die Kinder in dem Capricorn Township in Kapstadt, Südafrika. Ich berichtete Euch auf Instagram und durfte Nina ein wenig kennenlernen. Was soll ich sagen? Ich war begeistert. Sie ist bodenständig und liebenswürdig. Trotz Ihres Erfolges als Bloggerin hat sie ein Herz für diese armen  Kinder und es ist ihr ein großes Anliegen, ihnen zu helfen.

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Der kleine Calvin eroberte Ninas Herz im Sturm. Bisher hatte er noch nicht viel Schönes im Leben erfahren dürfen
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Nina mit ihren kleinen Schützlingen

Seit diesem Moment kam ich ins Nachdenken. Diese innere Unruhe, daß nichts von unserem Leben selbstverständlich ist, war wieder da.

Vor zwei Wochen reiste dann Leonie von Minimenschlein  nach  Kambodscha, unterstützt von CFI Internationale KinderhilfeTobi Vorwerk , Andreas von Amigo Spiele und dem Fußball Freestyler und Botschafter von CFI David Rau.

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Leonie mit den Kindern des Dorfes. Die Kinder strahlen regelrecht vor Freude über die Wärme welche Leonie ins Dorf brachte.

Kambodscha ist ein Land in Südostasien. Es ist von großer Armut geprägt und die meisten Menschen haben einfach nichts.

Wir verfolgten als Familie von Beginn an die Reise der Gruppe über Instagram und waren ziemlich schnell mehr als tief berührt. In den Stories erzählten sowohl Leonie als auch Rebecca, David und Tobi von ihren Erfahrungen und ihren Eindrücken via Story      (für Nicht-Instagramer, dies sind kleine Videos, welche zeitnah erscheinen).

Da ich auch Leonie schon sehr offen, herzlich und aufrichtig kennengelernt hatte, ließen mich diese Berichte nicht mehr los. Ich wusste, dies war ehrlich und die Erzählungen, oft von Tränen begleitet, zeigten mir, was ich schon immer wusste und doch vergessen hatte. Da draussen sind Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Kleine Kinder, die nichts haben.

Bild
Auch Leonie strahlt mit den Kindern, während diese spielen

In dem Kinderdorf „Light of Hope“ wo sich die Gruppe aufhielt, war die Armut schon zu sehen, aber auch viel  Liebe und Freude über den Besuch aus Deutschland.

Jedoch – die Reisen nach draußen in die wahre Welt Kambodschas haben mich einen ganzen Morgen lang weinen lassen. Dörfer voller Familien und Kinder, die nichts haben. Wirklich rein gar nichts. Keine Kleider, keine Schuhe, keine Nahrung und deswegen körperliche Veränderungen durch Mangelerscheinungen. Keine Medizin, kein richtiges Dach über dem Kopf oder gar ein Bett und keine Bildungsmöglichkeiten.

Das Schlimmste aber, kein Lachen.

Die Ärmsten der Armen
Das Bild dieser Kinder werde ich wohl nicht vergessen. Leonie zeigte es während einer Story

„Diese Kinder haben nichts zu lachen“, war eine Aussage von Tobi Vorwerk, die mir bewusst machte, ich kann und möchte nicht mehr so weiter machen wie bisher.

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Tobi hat den Song „Care for the Children“ für die Kinder in Kambodscha geschrieben. Der Erlös kommt vollständig dem Kinderdorf „Light of Hope“ zugute.

Warum Mami?

„Warum geht es uns so gut und diesen Kindern so schlecht, Mami? Das ist nicht fair!“ Diese Frage konnte ich meiner Tochter nur mit Tränen beantwortet.

Wir haben zu oft den Blick für das Wesentliche verloren. Es gibt Regierungen, die es unmöglich machen, dass es allen gut geht. Wir haben hier zuhause einfach nur Glück, auch wenn wir viel zu oft jammern.

Der Mensch ist das einzige Wesen, dass je mehr es hat, immer mehr möchte und in alldem doch unzufrieden ist.“ meinte mein großer Sohn und es kehrte Stille ein.

Ab diesem Moment, hatten wir kein anderes Thema mehr und es wurde schnell klar, wir möchten als Familie helfen. Doch wenn wir Geld überweisen, werden wir vielleicht wieder vergessen. Der Betrag schleicht sich leise vom Konto und der Alltag zieht wieder in unsere Herzen ein. Das kenne ich aus Erfahrung.

Daher haben wir uns entschieden, ein Patenkind aufzunehmen. Ein kleines Mädchen aus dem Kinderdorf “ Light of Hope“ . Vielleicht haben wir sie schon gesehen, wie sie voller Freude in die Kamera gewunken hat. Wir freuen uns so unheimlich darauf, dass sie ein Teil von unserer Familie wird. Ich werde Euch immer mal wieder von diesem Kind hier auf dem Blog berichten.

Kambodscha

Kleine Kinder im Kinderdorf

Light of Hope

Vorbilder ja, aber bitte die Richtigen!

Ich habe Euch dies alles erzählt, um zu zeigen wie wichtig es ist, den richtigen Menschen und Vorbildern zu folgen. Menschen, die ein Herz für andere haben und dies vorleben sind unendlich wertvoll.

Sowohl für die Gruppe nach Kambodscha als auch für die Gruppe von Nina Schwichtenberg war diese Reise kein Urlaub, sondern körperlich und seelisch sehr anstrengend. Leonie wurde sogar sehr krank. Sie sind an und über ihre Grenzen gegangen und haben dabei ein Licht in die Welt getragen. Ein Licht, das weiter brennen soll und nur mit unserer Hilfe stark und hell scheint.

David Rau und sein kleiner Freund aus dem Dorf
David Rau und sein kleiner Freund aus dem Dorf. Er spielte mit den Kinder Fussball. Klasse!!!
Rebecca von CFI Kinderhilfe
Rebecca von CFI brachte viel Freude in das Dorf und zauberte ein Lächeln in das Gesicht der Kinder. So süß nicht wahr?!

Unterstützt sie bitte, bald ist Weihnachten und ich denke, die meisten von uns haben mehr als wir brauchen.

Ich werde die nächsten Tage in einem Artikel über die Möglichkeiten der Hilfe berichten. Bis dahin denkt bitte über meine Worte nach. Es ist nicht viel nötig, um zu helfen.

In unserem Fall sind es 37 EUR. Nicht viel, wenn ich bedenke, wie viel Unnötiges ich jeden Monat kaufe. Hier ein Kaffee im Pappbecher, da eine Zeitschrift für jeden von uns. Dinge, die kurze Momente später vergessen und so ganz und gar unnötig sind. Dieses Geld ist schnell zusammen und holt ein kleines Kind von der Straße. Rettet es womöglich vor dem sicheren Tot durch Krankheit, Hunger oder Verkauf in die Prostitution.

Zähneputzen
Das Team brachte den Kindern Reis, Zahnbürsten uns Seife ins Dorf. Die Freude darüber war unbeschrieblich. Diese Dankbarkeit sollten wir uns wieder zu Eigen machen, denn nichts ist selbstverständlich!
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Andreas zeigt den Kindern den richtigen Umgang mit der Seife

AmigoinKambodscha

An alle hier erwähnten sage ich Danke! Einfach nur danke, dass Ihr diesen Weg gegangen seid. Danke, dass wir als Familie wieder ein Gespür bekommen haben, worauf es im Leben ankommt.

Gott segne Euch.

Daniela und Familie

Nachtrag

Wenn jemand von euch Spenden möchte, kann er dies unter den angegebenen Links tun. Jeder Euro zählt und wie oft geben wirdoch 2 – 3 Euro aus?

Ganz schnell und unbürokratisch 3 Euro per SMS,

2 Euro in Form einer Mikrospende

und grössere Beträge mit Spendenbescheigung sind hier möglich

Danke euch Ihr Lieben

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar zu „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz

  1. Liebe Dani, ein sehr berührender Artikel und ich gebe dir zu 100% Recht. Auch mir ist der Glaube wichtig und ich versuche ihn um Alltag zu leben, aber wie schnell lass ich mich vom schönen Schein blenden und stelle Konsum vor andere Werte. Daher hat es gut getan hier wieder mal die Augen geöffnet zu bekommen
    Liebe Grüße

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